Schritt Zwei: Die Geburt planen

Du kannst die Geburt planen, wenn du das möchtest. Die meisten Mütter (und Väter) beruhigt es sehr, wenn sie einen Plan in der Tasche haben und wissen: „Wir sind vorbereitet.“
Für manche Eltern ist die Planung der Geburt, nichts zu planen, und alles auf sich zukommen zu lassen. Auch das kann ein Weg sein.

Wie auch immer ihr euch entscheidet, was auch immer ihr für den Tag der Geburt vorbereitet, beachtet bitte, dass eine Geburt immer einzigartig ist und es so, oder anders kommen kann.

Egal wie gut der Plan in eurer Tasche ist, es kann sein, dass letztlich alles ganz anders abläuft, als ihr euch das so vorgestellt habt. Und das ist in Ordnung! „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“, sagt eine sehr schlaue Postkarte an meiner heimischen Wand.
Bei aller Planung ist meine Bitte: bewahrt euch die Offenheit, dass es anders kommen könnte. Offenheit zur Spontaneität ist unglaublich wichtig für eine Geburt. Das Gute in einer Planänderung sehen zu können, ist eine sehr wichtige Komponente, um das Geburtserlebnis als „schön“ ansehen zu können.
Eine Versteifung wie: „Mist, es war ganz anders als geplant…“, führt nur zu unnötiger Enttäuschung. Vielmehr ist die Haltung: „Es war anders, als wir dachten. Aber es war wunderschön!“, ist die Haltung, die ich euch wünsche.

Für die Planung der Geburt solltet ihr euch überlegen, was ihr wollt und warum ihr diesen Weg so wählt. Und auch, was für euch alles dazu gehört.

Klärt für euch ab, wer bei der Geburt anwesend sein soll. Wen wünscht sich die Mutter als Unterstützung und wer soll auf keinen Fall anwesend sein? Welche Hebamme soll euch begleiten, sollen Geschwisterkinder anwesend sein, oder lieber nicht? All das sind Fragen, die im Vorfeld geklärt sein wollen.

Überlegt euch, wo ihr das Baby bekommen wollt.
Hausgeburt, Geburtshaus, Krankenhaus oder eine Geburt im Meer? Es gibt viele Optionen und jede davon hat ihre Vor- und Nachteile. Diese gilt es, sorgfältig abzuwägen und genau hinzuspüren: „Was ist für mich / uns richtig?“

Auch wie das Baby geboren werden soll, solltet ihr euch vorher überlegen.
Wollt ihr eine natürliche Geburt? Im Wasser (Geburtspool oder Geburtswanne), oder doch lieber „an Land“? Soll es ein Kaiserschnitt werden, vielleicht auch, weil dieser aus medizinischen Gründen unabdingbar ist?
Was sind eure Präferenzen, was fühlt sich gut an und seid ihr wirklich sicher?
Prüft genau und vor allem informiert euch über alle Optionen. Nur wer gut informiert ist, kann eine wirklich gute Entscheidung treffen!

Bei aller Planung beachtet auch, dass ihr so scheinbar banale Dinge wie den Geruch und die Geräusche mitbedenkt. Eine schöne Musik, die die Mutter entspannt, kann viel wert sein. Ein angenehmer Duft, der der werdenden Mutter guttut, kann wichtig sein.

Und dann bereitet euch vor. Packt den Koffer, beschafft alles Notwendige für die Hausgeburt und schaut euch eure Checklisten ganz genau an. Allein schon das Gefühl: „Ich bin vorbereitet, wir sind vorbereitet!“, hilft ungemein und beruhigt enorm.
Die Checklisten zu eurer Unterstützung findet ihr bei den kostenlosen Downloads.