Fragen und Antworten

Geburt ohne Schmerzen – Wie geht das und warum?

Eigentlich ist es weltweit ganz normal, natürlich zu gebären und dabei ein Kind ohne Schmerzen zu bekommen. Viele Frauen empfinden nur Schmerzen, weil sie von klein auf Horrorgeschichten über eine Geburt gelernt haben, sich dadurch verkrampfen und durch diese Verkrampfung Schmerzen bekommen. Frauen, die dem natürlichen Geburtsprozess einfach Raum geben, können tatsächlich schmerzfrei gebären. Je weniger unnatürlich eingegriffen wird, umso besser ist dies für den intuitiven Geburtsverlauf von Mutter und Kind.

Gibt es eine Garantie für eine schmerzfreie Geburt?

Nein, eine Garantie gibt es nicht. Mutter, Vater und Kind können im Kurs lernen, sich maximal zu entspannen und einer natürlichen Geburt Raum zu geben, doch kann es auch hier zu kleineren Geburtsverletzungen kommen, die dann weh tun können. Auch kann es Schmerzen geben, die nicht wirklich weh tun, ähnlich wie der Schmerz bei einer Massage wenn die Muskulatur verspannt ist. Auch hier empfindet man einen Schmerz, der jedoch nicht unbedingt richtig weh tut, sondern fast lösend zu sein scheint. Und die Mutter kann lernen, eventuell auftretende Schmerzen während der Geburt zu kontrollieren.

Wie wirken Endorphine?

Der Körper kann eigene, schmerzhemmende Endorphine produzieren, die 200-mal stärker wirken als Morphium. Durch eine gute Vorbereitung kann die Mutter lernen, sich zu entspannen und lernt auch, mit Hilfe ihres Geburtspartners ein Wohlbefinden herzustellen, das die Ausschüttung von Endorphinen begünstigt. Diese Endorphine dämpfen auftretende Schmerzen ganz natürlich.

Was heißt es, dass die Frau zum „Gebären geboren“ ist?

Der Körper an sich ist schon ein perfekt funktionierendes Wunder der Natur. Der Körper der Frau ist zudem noch so gebaut, dass sie eine befruchtete Eizelle beherbergen kann, dass diese in ihr heranreifen und sich zu einem Baby entwickeln kann. Der Körper stellt sich perfekt auf alle Veränderungen ein, schafft Platz für das neue Leben, sorgt dafür, dass die Mutter mehr Blut produziert, versorgt das kleine Lebewesen mit einem perfekt ausgeklügelten System mit Nahrung und Sauerstoff und schützt 40 Wochen lang das neue Leben vor allen Widrigkeiten und Gefahren. Warum also sollte ausgerechnet in dem Moment, in dem eine Mutter das Baby zur Welt bringt der weibliche Körper versagen?

Der Körper einer Frau ist perfekt zum Gebären geschaffen. Das Gewebe dehnt sich, wird weich und durchlässig, die Muskeln ermöglichen den Austritt des Kindes, der gesamte Körper stellt sich auf die Geburt ein. Der Körper der Mutter und der Körper des Babys arbeiten in vollendeter Harmonie zusammen und ermöglichen so das Wunder der Geburt.

Das Köpfchen senkt sich in das Becken der Mutter, in das es so genau hinein passt, als wäre es dafür geschaffen. Während der Geburt passt sich der Körper des Kindes mit einigen Tricks und Kniffen der Natur dem Becken der Mutter optimal an, so dass das Kind hindurchtreten kann. Das Gewebe der Mutter dehnt sich und lässt das Kind heraus in die Welt.

Schwangerschaft und Geburt sind eines der großen Wunder des Lebens und die Natur hat hier wunderbare Voraussetzungen geschaffen, dass eine Mutter mit ihrem Baby zusammen eine schöne, ruhige und entspannte Geburt erleben kann.

Mein Kind ist sehr groß – kann es zu groß für mein Becken sein?

In der Regel passt ein Kind genau zum Becken der Mutter. Sehr selten kann es vorkommen, dass ein Kind tatsächlich zu groß ist. Dies kann dann der Fall sein, wenn eine Paarkombination besteht, bei der die Mutter sehr klein und zierlich der Vater jedoch sehr groß und stämmig ist. Solche Fälle sind jedoch wirklich sehr selten.

Ein Baby kann auch dann zu groß werden, wenn die Mutter an Diabetes leidet und die Blutzuckereinstellung nicht optimal ist. 

Erst während der Geburt kann man wirklich feststellen, ob das Baby wirklich zu groß für das Becken ist. Vorabdiagnosen, die auf Ultraschallmessungen beruhen, sind hier reines Rätsel raten, da sich bei der Geburt das Becken noch einmal dehnt und öffnet, die Beckenknochen weicher werden und die Schädelplatten des Babys sich zusammenschieben. Je entspannter die Frau ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Muskeln und Bänder weich genug sind, um das Baby hindurch zu lassen.

Kann ich trotz vorherigem Kaiserschnitt jetzt eine natürliche Geburt erleben?

Grundsätzlich sollten hier vorher ein Arzt und die Hebamme zu Rate gezogen werden. Oftmals ist es möglich, auch nach einem früheren Kaiserschnitt eine natürliche Geburt zu erleben. Mit entsprechenden Techniken kann der Körper der Frau so vorbereitet werden, dass eine maximale Entspannung möglich ist. Ziel ist es hier, das Baby nicht mit Gewalt nach unten zu pressen, sondern locker nach unten zu atmen, so dass das Gewebe soweit wie möglich entlastet wird.

Auch für Frauen, die nicht natürlich gebären werden, sind Entspannungstechniken hilfreich. Die Mutter lernt, entspannt zu bleiben, trotz des Trubels im Kreißsaal. Mütter, die sich auf diese Weise vorbereitet haben, neigen später auch weniger zu Wochenbettdepressionen und können offenbar mit der Situation eines Kaiserschnitts besser umgehen.

Kann es sein, dass Hypnose bei mir nicht wirkt?

Ein Paar, das bereit ist, sich auf diesen Weg einzulassen, wird erleben, wie gut die seit Jahren erprobten Techniken funktionieren. Natürlich setzt dies voraus, dass die Mutter und der Vater tatsächlich mitarbeiten wollen. Eine Mutter, die die Selbsthypnosetechniken nicht erlernen will, wird sie auch nicht erlernen können. Bei bestehender Bereitschaft allerdings kann durch die Hyposeübungen Angst durch Vertrauen und Wohlbefinden ersetzt und eine tiefe Entspannung erreicht werden.

Im Kurs werden wir uns (wer das will) in kleinen Schritten mit der Hypnose vertraut machen und mit jeder Übung die Sicherheit von Mutter und Vater steigern, bis letztlich die Übungen ganz leicht fallen.

Ich habe Angst, dass ich bei der Hypnose völlig willenlos bin.

Dies ist nicht möglich. Hypnose setzt die Bereitschaft voraus, sich hypnotisieren zu lassen. Während der Hypnose besteht jederzeit völlige Kontrolle der Teilnehmerin. Es ist nicht möglich, während der Hypnose Dinge zu tun, die dem eigenen Wertesystem widersprechen oder die man nicht tun möchte. Das Unterbewusstsein nimmt keine Suggestionen an, die es nicht annehmen möchte.

Wann fange ich am besten mit dem Kurs an?

Je früher desto besser, denn umso mehr Zeit besteht zum Üben. Übung ist bei der Vorbereitung auf die Geburt ein wichtiger Faktor – ohne wird es nicht gehen.

In den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft darf man sich allerdings noch mit dem Gedanken, überhaupt schwanger zu sein, anfreunden und auch erst mal die große Neuigkeit bei Familie und Freunden verkünden.
Manche Paare warten auch bis sie die ersten Bewegungen des Kindes spüren, bis der Bauch ein wenig runder und die Schwangerschaft so richtig „greifbar“ geworden ist.

Ich rate dazu, ungefähr 3 Monate vor dem errechneten Geburtstermin zu beginnen, so dass ausreichend Zeit zum Üben und sicher werden bleibt.

Wie viel Zeit muss ich zum Üben einplanen?

Die Blumengarten-Entspannung sollte am besten jeden Tag gehört werden und auch die Atemtechniken werden im besten Fall jeden Tag geübt. Für letztere werden am Tag ein paar Minuten benötigt. Einige Übungen, die mit dem Geburtspartner zusammen gemacht werden, sollten ein paar Mal pro Woche geübt werden.

Je öfter geübt wird, desto besser ist es letztlich für das gesamte „Team“, Mama, Papa, und Baby. Die Geburt eures Babys erlebt ihr nur ein einziges Mal und je besser ihr vorbereitet seid, umso schöner wird dieser Moment werden.

Kann ich auch ohne einen Partner den Kurs machen?

Idealerweise wird die Mutter natürlich vom Vater des Kindes oder dem festen Partner bei der Vorbereitung begleitet. Die Übungen sind darauf ausgelegt, dass der Geburtspartner eine aktive Rolle während der Geburt hat. Die Mutter profitiert hier sehr von einer für sie festen Bezugsperson. Gerne kann dies auch die werdende Oma, beste Freundin, Schwester, Vater, Bruder etc. sein. Wenn ein Partner oder eine andere vertraute Person die Geburt begleiten wird, ist es wichtig, dass dieser im Kurs die Techniken lernt, um nachher der Mutter entsprechenden Halt und Unterstützung geben zu können.
In Ausnahmefällen können Mütter den Kurs auch alleine absolvieren.

Reicht mir das Buch als Vorbereitung aus, brauche ich also gar keinen Kurs?

Im Buch selbst ist vieles sehr gut erklärt. Ich habe es jedoch schon oft erlebt, dass Mütter mir gesagt haben, sie müssten die beschriebenen Übungen gesehen haben, um sie wirklich zu verstehen. Ein Buch allein kann also nicht das Gleiche leisten wie ein Kurs live und in Farbe. Im Kurs werde ich euch darüber hinaus sagen und zeigen, ob das Gelesene auch wirklich richtig verstanden wurde und ob die Übungen korrekt ausgeführt sind. Im Kurs konzentrieren wir uns also ganz klar auf die praktischen Übungen und Techniken.

Ein wichtiger Bestandteil des Kurses sind zudem die aufeinander aufbauenden Hypnoseübungen, wie zum Beispiel eine geführte Angstauflösung, die nur mit dem Buch nicht gemacht werden können.